Der Tag begann an verschiedenen Orten: Um 4.30 Uhr stand MaJo auf, 5.26 Uhr fuhr die Bahn ab Lüneburg, Ankunft in Kassel gegen 7.26 Uhr. Abholung dort durch Gereon um 8.00 Uhr, der wiederum gegen 6 Uhr von den Bioweckern am Weiterschlafen gehindert wurde.
96 KÖLSCH Erzgebirge Aue - Hannover 96Die Reisegruppe Köln startete um 6.00 Uhr, alle trafen pünktlich um 9.00 Uhr (sic!) am McDonald’s in Bad Hersfeld ein, wo nach einem kurzen Mahl das gemeinsame Gefährt bestiegen wurde: Daniel, MaJo, Marvin, Philip und Gereon waren an Bord.

DJ Marvin organisierte die Musik und stellte eine globale Ansicht des Navis ein, Daniel las Zeitung. Die A4 östlich Bad Hersfeld ist das komplette Gegenteil der A4 in Köln: sechsspurig, ohne Tempolimit und weiterstgehend auch ohne andere Verkehrsteilnehmer (trotz Ferienendes in Thüringen und Sachsen). Die Strecke erwies sich als geeignet für die zukünftig olympische Disziplin „Burgen-Bingo“. In Jena deuteten graue Plattenbauten auf den Beginn der Stadt hin, die jedoch konsequent per Tunnel unterfahren wurde.

Konnte sich Daniel auf der Strecke von Köln nach Bad Hersfeld beim bordcomputereigenen Fahrerkontrollsystem in der Kategorie „Vorausschauendes Fahren“ schnell 2 von 5 Sternen ergattern, so fielen bei Gereons Fahrstil, der sich ganz auf die elektronische Geschwindigkeitsregelung verließ, auf dem Weg von Bad Hersfeld nach Aue schnell 4 von 5 Sternen an. Dafür wurde von beiden Fahrern die Kategorie „Beschleunigung“ vollkommen vernachlässigt: 0 von 5 Sternen als Konsequenz.
Die Anfahrt auf Aue über Landstraßen verlief ebenso störungsfrei, lediglich das Linksabbiegen erwies sich als zeitaufwändiger als geplant. Aue sah genauso aus wie Jena (s.o.), nur bunter. Die Reisegruppe wurde vom Freund und Helfer ins wunderschöne Lößnitz gelotst, wo es zwar kostenpflichtige Parkplätze, aber keine Pendelbusse gab. Also machte sich eine kleine Gruppe per pedes auf den Weg zum Stadion: Vorbei an der Gießerei Lößnitz, einem Diska-Supermarkt sowie dem inzwischen geschlossenen Ausflugsklassiker Los Krachos ging es durch den Wald zum Stadion. Wie immer galt: Spielbeginn ist, wenn die 96KÖLSCH-Fahne hängt. Daher wurde die Partie einige Minuten verspätet angepfiffen.96 spielt individuell stärker, Aue gefällt durch die Bissigkeit der Spieler.

96 KÖLSCH Erzgebirge Aue - Hannover 96Im Ergebnis:
0:1 Anton (3., Kopfball, Priiiib)
1:1 Köpke (35., Rechtsschuss, Fandrich)
1:2 Harnik (59., Rechtsschuss, Füllkrug)
2:2 Nazarov (90. + 4, Rechtsschuss, S. Breitkreuz)
Niclas Füllkrug und Dimitrij Nazarov standen sich übrigens im Jahr 2012 beim Erstrundenspiel im DFB-Pokal Preußen Münster – Werder Bremen schon einmal gegenüber: Und auch dort konnte Nazarov in der 96. Minute einen Treffer erzielen.
Nach Abpfiff wurden ebenfalls keine Pendelbusse zur Verfügung gestellt, daher wieder per Fußmarsch, der jedoch beschwerlicher war als der Hinweg, da deutlich bergauf. Kurze Versorgung mit Kraftstoff für Auto und Mitfahrer, dann ging es wieder zurück. Steffi gesellte über den Äther aus Berlin zur Reisegruppe. DJ Marvin wurde mehrfach angezählt, behielt seine Stellung jedoch aufgrund seines Monopols.
In Bad Hersfeld löste sich die gemeinsame Reisetruppe auf und man verlies den Treffpunkt in umgekehrter Reihenfolge zum Vormittag: Reisegruppe Kassel fuhr Richtung Kassel, verpasste jedoch die richtige Auffahrt zur A7 und fuhr zunächst gen Süden. Rechtzeitig in Kassel, MaJo musste zum Zug eilen, der schon knappe 3 Stunden später abfuhr. Gereon fuhr zu den In-Laws, packte das Auto voll und trat die Rückreise nach Köln an.
96 KÖLSCH Erzgebirge Aue - Hannover 96Reisegruppe Köln stärkte sich bei The Golden Arches in Bad Hersfeld, der sich als gern gesehenes Ausflugsrestaurant in Bad Hersfeld entpuppte – ein wahrer Geheimtipp.
Auf dem Weg nach Köln war ein Reifen platt. Allerdings nicht ganz, sondern nur unten.
Andreas hätte 1944 am Don nur müde über lediglich einen platten Reifen gelächelt. Auch auf der Rückfahrt vom Pokal-Auftakt 2012 in Nöttingen (bzw. Reutlingen) wurde ein Loch im Reifen mit einem Stopp an jeder Autobahnraststätte überbrückt – Herr Reese reiste seinerzeit übrigens mit der Bahn an. Dieses Mal war jedoch ein Abschleppwagen fällig und nach Warten, Verhandeln und noch mal Warten ging es per Ersatzwagen zurück nach Köln.


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