Hannover 96 – Borussia Mönchengladbach 2:1 (0:1) am 19.03.2005

Das erste Mal gings im Zug nach Hannover. Prompt trafen wir auf einige Dutzend Gladbach-Fans im Wagon, deren Alkoholpegel die zulässige Menge überschritten hatte und neben Gegröhle noch stinkende Flatulenzen zur Folge hatten.

Ziel unserer Reise war die AWD-Arena, wo Not und Elend aufeinander trafen. Die Roten hatten die letzten sechs Spiele nicht für sich entscheiden können und zu allem Überfluß konnten einige Spieler, die sich zummindest in einigen Spielen der Saison als bundesligatauglich erwiesen hatten, wegen Sperren oder Verletzungen nicht mitwirken.

Halfar sollte so mal wieder die linke Seite beackern, weil Vinicius im defensiven Mittelfeld spielte. Neben ihm stand Stefulj auf dem Platz und in der Spitze brachte Lienen den wohl ungefährlichsten Sturm der Liga: Leandro und Paunovic.

Neben dem Manager und Enke machten es sich die 96-Kölsch Sympathisanten Heinrieke, Jens-Michael, Volker und Rasmus bequem, die aufgrund der Rückrundendauerkarte (“Prost!”) nur 70% des üblichen Eintrittspreises entrichten mußten. In der Reihe hinter uns nahmen einige “Wirtschaftspartner” des Managers ihre Sitze ein.

Schon in den ersten Minuten entpuppten diese sich als Fans der Fohlenelf, als die Gladbacher den Tiefschlaf in der 96-Abwehr beinahe zum Führungstreffer nutzten. Nachdem dann Cherundolos Foul an Jansen nicht geahndet wurde, Neuville allein vor Enke auftauchte und nicht ins Tor traf, konnte Sverkos in der 31.Minute das 1:0 für die Gladbacher erzielen.

Die Stimmung sank, obwohl der Alkoholgenuß bis zur Halbzeit stieg, auf den Nullpunkt weil die Roten nach dem Gegentor keine Gegenwehr oder gar ein Aufbäumen erkennen ließen. Kurz vor Ende der ersten Hälfte erzielte sogar Neuville beinahe das 0:2.

Zur zweiten Halbzeit kamen für die erschreckend schwachen Leandro und Stefulj die beiden Stürmer Kaufman und Stajner. Bis zur 60. Minute konnten auch diese das 96-Spiel nicht beleben. Dann aber schoß erst Kaufman gegen den Pfosten bevor Stajner aus 11 Metern das 1:1 erzielte. 96 spielte jetzt deutlich offensiver und konnte nach einem Freistoß in der 73.Minute das 2:1 erzielen. Den Treffer markierte der Brasilianer Vinicius.

Die Freude unter den 96 Kölschen kannte keine Grenzen, so dass sogar die Gladbachanhänger in der Reihe hinter uns freudetrunken geherzt wurden. Die restliche Spielzeit plätscherte dahin und die Roten waren wieder Riesen und schaukelten das Spiel nach Hause.

Auf gehts nach Lautern – kämpfen und siegen…

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