Hamburger SV – Hannover 96 1:1 (0:1) am 02.02.2008 – vor Ort in Hamburg

Hannover 96 zu Gast in Hamburg! Das ist trotz Karneval einfach eine Reise wert und für mich Premiere in vielerlei Hinsicht.

Vorab war da aber meine gewohnte Nervosität und das fürchterliche Unwetter, dass sich in Köln in der Nacht ereignete. Gegen 04.00 Uhr war ich zum ersten Mal wach und konnte Dank Sturm und Co. nicht wirklich weiterschlafen! Das zurechtgelegte Stajner-T-Shirt (“Ich spiele mein Spiel – Alles andere ist doch Scheiße!” Notbremse #39) gab mir Mut! Dran bleiben …

Um 6.30 Uhr war es dann – noch vor dem Weckerklingeln – soweit, Aufstehen!

Durch die Waschstraße, ab zur S-Bahn und nach der Frühstückssicherung (Kakao plus Käse-Baguette, letzeres war nicht wirklich lecker) wartete ich dann in einer Eiseskälte auf die Bahn Richtung Hamburg. Pünktlich zur Abfahrtszeit kam der Zug dann auch eingefahren.

Nach dem der Platz im Zug gefunden war, wurde ein Fauxpas der Bahn schnell geklärt, und dann ersteinmal diskutiert und gestaunnt:

– Wagen 9 ist nicht gleich Wagen 8 (Anm.: AHA!?)
– offensichtlich übernächtigte Hamburger stiegen um 08:11 Uhr mit einer dezimierten Rum-Flasche und frischer Cola ein, um dann schleunigst einzuschlummern
– der Mobilitätsbedarf der Hamburger insgesamt ist landesübergreifend erschreckend hoch
– Reservierungen gelten auch für nicht benötigte Plätze
– so manchem Hamburg-Fan ist das egal

achja und Bier “perlt”, auch morgens, zumindest nach Ansicht der mich mehr und mehr umringenden schwarz-weiß-blauen!

Zwischenzeitig vom Präsidenten über intensiven Schneefall in Hamburg informiert, wurde ich bei Ankunft im Stadtstaat mit Sonnenstrahlen überrascht.

Meiner Schließfach-Premiere, dem damit verbundenen “Schal-darin-vergessen” und einem kurzen Austreten folgte dann die Suche nach einem ersten frischen Pils, was sich jedoch schwieriger gestalten sollte – wir sind halt doch nur Touristen.

Aufgepasst: Geht einfach nicht Richtung Hauptausgang, denn das taten wir (Alex und Flo waren ebenfalls aus Hannover angereist)! Nach unseren Recherchen und Insider-Tipps nach dem Spiel muss man ganz einfach den anderen Ausgang (NICHT Richtung City) nehmen und man hat Glück ein Original hamburger Pils, und das nicht in Plastik verhüllt, zu ergattern.

Stattdessen hatten wir das Vergnügen das Rathaus zu bewundern und, von Möwen begleitet, ein paar Meter entlang der Alster zu schlendern.

Das Pils haben wir dann etwas verzögert – im Alex – (inkl. Nicht-Alsterblick, dyson-Handtrocken-Sauger und rauchfrei) sehr genossen – auch wenn es etwas dauerte die Espresso-/Cafe-Latte-Bedienung von unserer außergewöhnlichen Bestellung (drei Pils) zu überzeugen.

Weiter zum Spiel .. jeder mag jeden … nur mag uns wohl der Himmel etwas weniger! Plötzlicher Schnee und Hagel führten uns in geduckter Haltung zur Nordbank ähhhm Volkspark-Arena (Stadion nennt man derlei Bauten wohl einfach nicht mehr). Sollten wir hier etwa schon fühzeitg Respekt zollen?

Nach sehr flottem Einlass und durchweg gastfreundschaftlich empfangen, teilten wir uns pünktlich zum Anpfiff in Ober- und Unterrang-Teams um sensationelle Start-Minuten der Roten zu beobachten. Druck (Pressing), der erkennbare Wille zum Sieg, einfach alles was man immer sehen will – es war da!
Schnell glichen sich die Spielanteile aus. Mein linkes Bein war von der einseitigen Belastung (einen derart beschissenen Stehplatz hatte ich selten), da das rechte in der Luft schwebte, schnell ge-/entnervt.

Mal wieder stellte sich die Frage ob Stehplätze grundsätzlich überbe- bzw. -entwertet werden??

Bevor ich mir also kurz vor der Halbzeit das Bein in den Bauch stehe, will ich mir mal schnell eine Bratwurst organisieren bevor das auch alle anderen wollen – und? – voila .. JUBEL ertönt – MIST – fragende Blicke was war passiert?!

Schnell war klar die Roten führen, zu laut waren die Jubelschreie aus nächster Nähe – also ab in den Block!

Nach zuvor getauschter Karte (A gegen B) verlängerte sich mein Weg nun nicht unwesentlich von 0 auf ca. 20m über Normalnull, wo in diesem Moment kein Ordner eine Karte sehen wollte und ich schnell sehen konnte …

0:1 für HANNOVER – yehaaaaaaa

Aufgeklärt über die Entstehung (Elfmeter) und den Torschützen (Huszti) war dann ersteinmal Pause angesagt! Durchatmen. Ein gelungener Start in die Rückrunde stand bevor.

In der Halbzeit konnten wir dann gemütlich (auf)essen, (aus)trinken und einem z.T. sehr unzivilisiert agierenden Mitbürger klarmachen, dass das Urinieren im Block weniger gefragt ist (womit sich kurze Zeit später auch das Ordnungspersonal auseinandersetzen wollte)!

Halbzeit Zwei wurde von wiedervereinigten 96 KÖLSCHen mit besserem Blick von einem unschönen Gegentor und einer roten Karte begleitet, welche wir wohl zu gleichen Teilen gern ignoriert hätten! Drei Punkte waren aber einfach nicht drin.

Die Mannschaft erlaubte es – einmal mehr – sie nur kurz aus der Entfernung zu feiern.
Trikots flogen so wenig wie mittlerweile Schneeflocken.

Nach längerem Fußmarsch und Rückfahrt zum Hauptbahnhof, mit musikalischer Begleitung auf der Mundharmonika, konnte ich dann noch im hiesigen Paulaner ein gemütliches Feierabend-Bier mit meinem Bruder und Freunden genießen.

Mit einem Unentschieden im Gepäck und gefühlt erlebten vier Jahreszeiten ging es dann wieder zurück ins jecke Kölle wo man erneut diverse schwarz-weiß-blaue Freunde in die Nacht verabschieden konnte.

Sucht man in einem 1:1 etwas karnevalistisches, so findet man schnell die 11 (elf) – also sozusagen verdiente drei Punkte für jeden Beteiligten!

Hannover ALAAF!
Hamburg ALAAF!
Kölle ALAAF!

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