Bayer Leverkusen – Hannover 96 2:0 (2:0) am 09.03.2008

Oder auch: “Die Damenfahrt”. Lange spukte uns die Idee im Kopf herum, jetzt wurde es bitterer Ernst: Unsere besseren Hälften sollten uns zu einem Auswärtsspiel unserer Schwarz-Weiß-Grünen Riesen begleiten. Da aber nicht jedes Mitglied von 96-KÖLSCH  über eine solch bessere Hälfte verfügte, wurde beschlossen, auch Freundins-Freundinnen mitkommen zu lassen. So trafen wir uns also in fast kompletter Besetzung (knapp über 30 Frau und Mann stark) um 13.00 Uhr im Max Stark, einer Kneipe hinter dem Kölner HBF, um uns für die lange Fahrt nach Leverkusen zu stärken.
Allerdings kam kaum jemand pünktlich an, so dass es für diejenigen, die sich an den Zeitplan gehalten hatten, einige derbe Kommentare des derben Köbes auszuhalten galt, da schließlich für 30, statt für drei Mann reserviert worden war. Das Essen war gut, aber durch die Miene des Wirts und der anderen Gäste nicht unbedingt genießbar. Wir lernten, dass das Max Stark keine Vereinskneipe ist.
Summasummarum lag der Wohlfühlfaktor beim Autor bei 18,96 Punkten (von 100). Wenigstens das Kölsch floss recht ordentlich, obwohl augenscheinlich der ein oder andere schon tags zuvor ein paar davon zu sich genommen hatte.
Zwei (Namen werden hier nicht genannt) unserer wichtigsten Männer, die dies exzessiv praktiziert hatten, tauchten gar nicht erst auf und waren auch nicht in der Lage ihr Telefon abzunehmen. So ergab sich folgendes Problem: Es fehlten einige Karten. Die Zeit verstrich und es meldeten sich weder Daniel noch Sille (uuppss).
Wir mussten aber trotz dieses kaum zu kompensierenden Ausfalls den Weg ins schöne Leverkusen antreten. Schließlich waren ja sogar die Herren Herkel, Flo und El Presidente anwesend, die auch mal das schöne Köln von seiner schönsten Seite hinter dem HBF kennen lernen wollten.
Wir zogen also mit der lautstarken Meute gen HBF, als sich die freudige Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitete: Sille hatte den Kater besiegt.
Aus Kulanzgründen uns gegenüber, setzte er sich mit 0,47 Promille ins Auto und brachte uns die fehlenden Karten.
Nun konnten wir nicht mehr aufgehalten werden, unsere zarten Kehlen zum Spiel von Hannover 96 in der BayArena zu transportieren und sie dort gepflegt einzusetzen.

Die Zugfahrt war kurz aber lustig! Einem lautstarken “We are red, we are white, we are danish dynamite!” folgte betretendes Schweigen, als wir den Schreihals darauf hinwiesen, dass es eine Norwegen-Fahne sei, die dem Messegast (aus Norwegen) aus der Tasche baumelte. Danach stiegen wir auch schon wieder aus.
Denn die Fahrt vom Kölner HBF bis zum Leverkusener…ähäm…Hauptbahnhof dauert ungefähr genau so lange, wie ein Fußmarsch vom Aegi bis zum Niedersachsenstadion.

Nun hatten wir nur noch 10 Minuten bis zur BayArena zurückzulegen plus Zwischenstop beim Döner-Mann, der uns mit Bier versorgte, da plötzlich sahen wir sie: Zierlich wie ein Puppenhaus und einschläfernd wie eine Valium lag sie da, in mitten des herrlichen Leverkusener Stadtwaldes, der gesäumt war von der Kunst der Großen unserer Zeit…die BayArena.

Ums Stadion herum Fußballroutine: Viel Polizei, aber keine Fans von Hannover 96!
Sollte denen in den letzten Wochen der Spaß vergangen sein?
Schnell stellte sich heraus, dass der Sonderzug aus Hannover aufgrund eines Unglücks wohl nicht in Leverkusen ankommen würde.
So gesellten wir uns mit unserer Schar zu den einsam wirkenden Fans in den Gästeblock. Zum Spiel: Es war kacke und wir hatten keine Chance. Jedes weitere Wor…
In der ersten Halbzeit mussten wir verwundert feststellen, dass selbst bei Rückstand und Freistoß am gegnerischen Strafraum lahm vor sich hingesungen wurde. Zum Glück waren wir aber stimmgewaltig und pushten den Block zu lauten HSV-Rufen. Das sorgte für einige Verwunderung in den unteren Reihen. An diesem Punkt möchte ich mich nochmal bei Herkel für die Kehlkopfmassage bedanken: Ohne Dich hätte ich keinen Ton getroffen (Falls Du keinen Job bekommst mit Deinem Diplom, hätte ich da eine Idee…)!
Zur zweiten Halbzeit kam dann doch der Sonderzug an und die Stimmung im Block wurde besser! Allerdings vergaßen diejenigen, die die erste Halbzeit nicht gesehen hatten, dass wir verloren hatten (und wie!) und beklatschten unser Team nach dem Abpfiff. Das konnten selbst die Spieler kaum glauben und rieben sich verwundert die Augen!
Nach dieser anstrengenden und langen Auswärtsfahrt waren die meisten sehr kaputt und konnten es nicht mehr erwarten ins Bett zu kommen.

Das Fazit zu unserer Damenfahrt, gesprochen von OBK:”Ein Gutes hat das Spiel ja. Wenigstens kommen die Mädels jetzt nicht mehr mit!”
Ich sehe das ein klein wenig differenzierter: Die Mädels hatten ihren Spaß, aber werden uns in Zukunft wohl auch gerne wieder alleine zu den Spielen fahren lassen. Vor allem wenn es weiter geht, als nur bis nach Leverkusen.

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