Hannover 96 – DSC Arminia Bielefeld 2:2 (1:2) am 15.03.2008

in Spiel gegen Arminia Bielefeld versetzt die gegnerischen Fans in dieser Spielzeit seit Monaten in Hochstimmung – gibt es doch keinen Vereine, der in den letzten 15 Bundesligapartien nur annähernd erfolglos agiert hat wie die Sportsfreunde aus Ostwestfalen. Was sollte da einem erfolgreichem, entspanntem Fußballnachmittag noch im Wege stehen?
So trafen wir uns bei Christoph, um gemeinsam zu verfolgen, wie die drei Punkte in der alten Messestadt bleiben sollten. ‘Sollten’ ist das Stichwort, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…
Vor dem TV hatten es sich in Köln Markus, Jan, Step, Daniel und Christoph bequem gemacht – selbst der äußere Rahmen stimmte, war doch genug Bier und sogar ein Döner vorhanden. Der Start war schleppend und die Bielefelder hielten gut mit, was zugegebenermaßen untertrieben ist: Sie sorgten für mehr oder weniger große Probleme in der Hintermannschaft der Roten Riesen, wo aufgrund einiger Verletzungen der verdiente 96-Sportskamerad Zuraw zu einem, vielleicht seinem letzten, Einsatz in der Innenverteidigung kam, da Fahrenhorst und Vinicius ausfielen. Er fügte sich prächtig ein, ein Rückpass erreichte nicht unseren Torsteher Enke, sondern sorgte für massive Torgefahr, doch es ging noch einmal gut und Enke erlief sich den Ball. Diese Aktion sorgte leider in keinster Weise dafür, dass die Ostwestfalen endlich mit dem Hannover gebührenden Respekt kickten, nein, sie spielten weiter munter Richtung 96er-Tor. Mit Erfolg: Eine Flanke von der linken Aussenbahn, vorbei an drei Verteidigern, nutzte der letztjährige ‘kongeniale’ Partner es Ex-Hannoveraners Kleine, der ehemalige Fürther Verteidiger Mijatovic, zum 0:1. Schnell ein Bier geöffnet, um fröhlich in die Fehleranalyse einzusteigen, doch weit gefehlt. Unser holländischer Ideengeber im Mittelfeld, pardon Freistoßschütze Arnold Jan Bruggink wuchte den Ball im direkten Gegenzug über die Torlinie vorbei am Bielefelder Ersatzkeeper Fernandez, der schon nur noch unter Schmerzen mitwirkete, da er bei einer Rettungsaktion gegen den Torpfosten gesegelt war. Für ihn kam der 37-jährige Kölner Ex-Stuttgarter und -Leverkusener Torsteher Dirk Heinen, der kurz vorher vom mittlerweile geschassten Sportdirektor der Ostwestfalen, unserem ehemaligen Coach Reinhard Saftig, direkt vom Schafe hüten in Irland weg verpflichtet worden war. Das Lustigste an dieser Geschichte ist, dass dies kein Scherz ist und der Zollstocker Jung nur eine kurze Auszeit von den wirklich grünen Wiesen nimmt.
Nun gut, die Ausstrahlung dieses Mannes muss für wahre Angstschweißschübe und Schüttelfrost in Reihen der 96er gesorgt haben, den mit seiner Einwechslung stellte Hannover auch das Ablassen von Torschüssen ein. Ganz anders die Bielefelder, die sich zwar immer weiter zurückzogen, aber bei den gefühlten zwei Kontern vor den Kasten von Enke für massive Gefahr sorgten. Und es kam, wie es kommen musste (Ja, ich weiß, drei Euro sind unterwegs nach München, aber Phrasen gehören nun mal zum Fußball dazu.): Es zeigte sich, dass der Verkauf von Thomas Kleine in der Winterpause der größte Fehler dieser Spielzeit ist. Thomas Kleine, in seinem letzten Spiel für Hannover mit Tor und der Kicker-Note ‘Sechs’ ausgezeichnet, hätte sicher dafür gesorgt, dass alle gewußt hätten, dass auch ehemalige Fürther Fußball spielen können. So war dies aber in Reihen der Roten unbekannt und es war der Ex-Spielvereinigungsangreifer Eigler, der für die 2:1-Halbzeitführung der Gastmannschaft sorgte.
In der zweiten Hälfte drehte sich das Spiel und Hannover übernahm endlich im heimischen Stadion die Spielkontrolle und erspielte sich einige vielversprechende Möglichkeiten. Aber Hanno(ver) Balitsch machte unmissverständlich klar, dass er nicht gewillt ist, sich in dieser Spieltzeit noch einmal in die Torschützenliste der Roten Riesen einzutragen, den wie ist es sonst zu erklären, dass er zwei 96 %ige Torchancen ausließ. Nicht so der aktuelle Feldspielerfußballgott in Reihen der 96-er, Jürgen Scheider. Erst in der 46. Minute eingewechselt, war es unser tschechischer Zauberkünster Jiri Stajner, der den Ball ‘an der Wand Dirk H.’ vorbei ins Netz bugsierte. Einige weitere Chancen blieben ungenutzt und so trennten sich die beiden Teams leistungsgerecht unentschieden, da Bielefeld in der ersten Hälfte gefährlichere Torchancen hatte, als 96 im ganzen Spiel, Hannover aber eben deutlich mehr Spielanteile besass. Aber König Artur W. ist eben ein Blinder und es muss ja auch nicht jeder gescheiterte Fußballer seine Widerauferstehung gegen die Hecking-Jünger feiern. Ein Hanno B. hingegen darf mich gerne eines Besseren belehren.
Wir ließen den Fußballnachmittag gemütlich in ‘Gottes grüner Wiese’ bei zwei bis sechs Kölsch ausklingen und sind guter Dinge, dass unser Fußballgott noch die ein um andere Rakete abfeuern wird. Hoffentlich möglichst viele ins gegnerische Tor und nicht in den Himmel.
Für 96 KÖLSCH fieberten im Stadion Herkel, Benni, Andreas, Alex und Flo mit den Roten.

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