Hannover 96 – 1899 Hoffenheim 2:5 (0:1) am 05.10.2008

Wir befinden uns im Jahre 2008 nach Christi Geburt. Ganz Fußballdeutschland wird vom Dreigestirn Bayern, Werder und Schalke beherrscht. Ganz Fußballdeutschland?? Ein von unbeugsamen Badensern bevölkertes Dorf hört nicht auf, den Seriensiegern Widerstand zu leisten. Das Einzige wovor sie Angst haben, ist dass SAP die Finanzkrise auf den Kopf fällt. 😉

Gut, Spaß beiseite, die Bayern und Werder spielen bisher in dieser Saison ohnehin keine nennenswerte Rolle und Schalke? Naja…

… das Dorf hingegen sorgt mit vielen Toren für Furore (Ibisevix scheint als Kind in den Topf mit dem Torzaubertrank gefallen zu sein).

Hannover allerdings seit 10 Heimspielen unbesiegt und zuletzt mit dem 1:0 über die “großen” Bayern auch mit Selbstbewusstsein, so dachte ich mir, es wird sicher eine unterhaltsame Partie, mache mich also auf die 400km zum Heimspiel.

Unterhaltsam?? Naja, wenn man TSG-Fan ist, dann sicher. Unterhaltsam für 96-Fans höchstens die Slapstick-Einlagen der gesamten Defensivabteilung und die Glanzparaden des Ersatztorhüters. Gut, nun ist der Fromlowitz jung und hat lange nicht gespielt, da kann man das eventuell noch verzeihen, was sich die gestandenen Stammspieler außer dem Übergangskapitän und unserem Ungarn allerdings bei ihrer “Leistung” gedacht haben?

Man weiß es nicht.

Ganz anders die erfrischend aufspielenden Jungmillionäre des Herrn Hopp. Das war attraktiver Angriffsfußball wie man ihn von unserem Ex-Trainer kennt.

Was ich grundsätzlich von dem “Projekt Hoffenheim” halte, spielte da auch keine Rolle. Ebensowenig wie ich nachvollziehen kann, weswegen man die Mutter von Herrn Hopp beleidigen muss, weil einem dessen Erfolgskauferei nicht passt. Seine Vorgehensweise bei dem Thema verstehe ich jedoch genauso wenig.

Die Tatsache, dass die TSG Hoffenheim allerdings trotz der neuerdings extra betonten 1899 im Vereinsnamen wohl eher beim T und bei anderem S als Fußball Tradition hat, zeigte sich dann im extrem enttäuschenden Zuspruch der eigenen Anhänger. Noch nie seit ich in Hannover Bundesligafußball gucke (das erste Mal ist immerhin auch schon weit über 20 Jahre her), habe ich derart wenige Menschen im Gästebereich gesehen (natürlich konnte ich auch nicht in den VIP-Bereich hineinsehen).

Der Erfolg wurde wohl schneller zusammengekauft, als das Umfeld wachsen konnte. Wie auch immer, diese Firma wird wohl auch am Ende der Saison noch ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Vergabe der internationalen Startplätze geht, denn die Mannschaft ist heiß und will jedes Spiel gewinnen.

Eine Einstellung, die ich bei meiner Lieblings-Elf am Samstag schmerzlich vermisst habe.

Nun, für mich hatte das Wochenende trotzdem sehr schöne Seiten, da ich alleine mit Mademoiselle unterwegs war und wir so mal seit langem wieder richtig viel Zeit zusammen verbracht haben.

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