Karlsruher SC – Hannover 96 2:3 (2:2) am 12.05.2009

‘Hannover 96 spielt Rausschmeißer’ und ‘die roten Rausschmeißer’, so titelte eine Boulevard-Postille vor dem Auswärtsspiel der roten Fußballgötter beim Karlsruher Sport-Club.

Gegen 16 Uhr machte sich ein bis unters Dach vollgestopfter VW Golf in Köln auf den Weg nach Baden Württemberg, um zu sehen, wie sich die mittlerweile geretteten 96er gegen den KSC schlagen würden. Doch Köln wehrte sich gegen diese Reise und dank starkem Verkehrsaufkommen hatten wir um kurz vor 17 Uhr die Stadtgrenze noch nicht verlassen. Dazu kam sintflutartiger Regen, der uns auf der Autobahn zu schaffen machte, aber unser Kutscher step gab sein Bestes und wir erreichten um kurz nach 20 Uhr das Wildparkstadion zu Karlsruhe.

Und das war unser Glück, denn bis kurz vor unserem Eintreffen schüttete es im Stadioninneren Bindfäden. Während wir also im trockenen Auto auf Parkplatzsuche das Stadion umkreisten, regneten die schon anwesenden Hannover-Fans im nicht überdachten Gästebereich kräftig durch. Vergleichbares hatte es zuletzt im Sommer 2005 in Köln gegeben, als ein Weltuntergangsregenschauer nicht nur den Gästeblock, sondern auch das komplette Spielfeld unter Wasser setzte und das Spiel erst mit mehrminütiger Verspätung begann.

Genau das hätte unseren roten Riesen auch gut getan, denn für sie begann das Spiel erst in der 42. Minute.
Vorher waren sie total überfordert und hatten dem engagierten Auftreten der fast schon abgestiegenen Gastgeber nichts, aber auch wirklich gar nichts entgegenzusetzen.

Folglich wurde unser Millionenstürmer Jan Schlaudraff in der 35. Minute gegen Patrick Herrmann, Spieler unserer zweiten Herren, ausgetauscht, was aber nicht dazu führte, dass die Hannoveraner souveräner auftraten. Allerdings gab er der Hintermannschaft der 96er in der Folgezeit deutlich mehr Sicherheit, als es vorher Sergio Pinto gelungen war. So war es ein Glücksschuss gerade von Sergio Pinto, den der Karlsruher Keeper Miller nicht unter Kontrolle bringen konnte. Der Ball kullerte über die Linie und landete im Tor. Hannover jubelte ausgiebig, wahrscheinlich waren die Spieler sehr überrascht, dass man mit einer derart unterirdisch schlechten Leistung ein Tor erzielen kann. Und sie hatten noch nicht genug: Auf Vorlage von Jacek Krzynowek erzielte Mikael Forsell den vollkommen unverdienten Ausgleich.

In der zweiten Hälfte gab Coach Hecking die Taktik aus, mit acht Mann den eigenen Strafraum zu verteidigen und mit maximal vier Stürmern über die Mittellinie bei Angriffsbemühungen vorzurücken. Und für einen nun extremst verunsicherten KSC reichte dieses Vorgehen tatsächlich. Nach schönem Doppelpass tauchte Hanno(ver) Balitsch frei vor des Gegners Tor auf und schob zum 3:2-Siegtreffer ein.

Die KSC-Fans ließen auf ihre Art Dampf ab und so pfiff der Schiedsrichter das Spiel zum einen ab, da 93 Minuten rum waren, zum anderen, weil das Spielfeld von einer riesigen Rauchwolke verdeckt war.

Die Rückfahrt war geprägt von schlechten Witzen vom neuen Witzebeauftragten Fips H., Benni S. und Hannes D., aber glückselig erreichten wir die Domstadt und feierten die Abgabe der roten Laterne der Auswärtstabelle an unseren Gegner aus Karlsruhe. Diesen Gegner haben wir mit diesem Sieg wohl tatsächlich ‘rausgeworfen’. Hoffen wir, dass unsere ‘Rausschmeißer’-Siegesserie auch gegen den VfL Wolfsburg anhält

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