FC Worskla Poltawa – Hannover 96 1:2 (0:2) am 29.09.2011 um 21:05 Uhr, TV in Köln Version II

Tja, was tut man, wenn alles rechnen und kalkulieren einen nicht näher als neun Reisestunden an Poltawa heranbringt, man aber vorher wie hinterher nur sieben Stunden Zeit hätte, bis man wieder arbeiten muss? Genau, man bleibt zähneknirschend in Köln und lässt den holden Gatten alleine ziehen (mit Axel und Daniel, versteht sich…). Also wirft man mal ein „TV in Köln“ ins Forum und hofft, dass man den Abend nicht alleine verbringen muss.

Nach einiger Zeit sind es sieben TV-Gucker, das Spiel soll auf Kabel 1 laufen, ich denke mir, das passt, und biete mein Wohnzimmer zum Gucken an… Die Liste wächst weiter auf 10…

Dann kommt das erste Foto aus Poltawa: Die Jungs mit Fahne und Ismael! Das gibt’s doch gar nicht!

Im Forum kommt Hektik auf, weil ein paar Bonner das Spiel mit Cori gucken wollen, die aber keine Emails beantwortet. Das klärt sich, also ruft Cori an und fragt, ob noch zwei Leute mitgucken können – kurzer Überschlag, ich hab ja noch Klappstühle – also ok, bring sie mit… zwölf Leute…Dann meldet sich Mattes an, und kurz vor Spielbeginn schreibt Hannes: „Auf die Gefahr hin, dass ich stehen muss: ich komme auch.“ Uff, gottseidank kann man ja auch auf dem Fußboden sitzen…

Dann beginnt die Klingelei: Carsten, Michaele und Mattes sind zuerst da, Michaele hat einen Pilz mit Käsehäppchen mit, außerdem eingelegte Maiskölbchen, alles extra fürs Happening! Dann tauchen die Bonner auf, allerdings zu dritt. Marvin, Cori, Andreas, Hannes…man nimmt sicherheitshalber schon mal Sitzplätze ein, noch läuft das Schalkespiel. Dann kommt Manu, leicht verstört von der Hausarbeit braucht sie erst mal ein Bier – mit dem sie umgehend im Klo verschwindet. (Cori: Ja wenn man doll Durst hat und genauso doll muss, dann macht man das halt so!) Als sie zurück ist schlägt sie vor, doch mal auf das Hannoverspiel umzuschalten – sie lässt sich beruhigen, das kommt doch auch auf Kabel 1, direkt im Anschluss!

Cori ist frisch aus dem Teneriffa-Urlaub wieder da, in dem hat sie ihr Trikot bis auf den Teide geschleppt, es angezogen und sich fotografieren lassen. Sie ist sich sicher: Jetzt muss Hannover gewinnen!

Es klingelt wieder: Überraschungsgast Klaas! Frei ist nur noch der Schaukelstuhl, den Klaas genüsslich in Besitz nimmt (Verflixt, davon hat keiner ein Foto, oder?).

Carsten hat sich auf dem Sofa eine Zweitfrau zugelegt, das wird Michi zu eng, sie flieht auf die Armlehne. Allerdings sieht Carstens Zweitfrau das mit Carstens Bierkonsum sehr eng, gleich die erste Flasche darf er nur halb trinken, und auch die nächsten muss er vor ihr verstecken!

Die Konzentration steigt, Schalke schlägt unter Huub Stevens Maccabi Haifa mit 3:1, die Interviews, die Werbung, die Anmoderation in Poltawa, die Zigaretten werden schnell noch fertig geraucht, der Ton wird lauter gestellt: Anpfiff! Wo zum Teufel hängt die Fahne? Auf die Erstentdeckung ist ein Preis ausgeschrieben! Natürlich schreit Marvin irgendwann, er hat sie gesehen, alle anderen sind sich eher sicher, dass er blufft; natürlich blufft er nicht, wie sieht der so was immer nur?

Es geht holprig los, doch dann kann man sich entspannen, Hannover ist gut im Spiel, wir können uns zweimal in die Arme fallen, zur Halbzeitpause führt 96 sicher und komfortabel 2 zu 0. Allerdings mögen wir den Blonden mit der Nummer 9 nicht, diese „Pussi“ mit der verbotenen Frisur, die immer hinfällt. Manu fordert gleich beim ersten Straucheln, dass der vom Platz muss. Michaele kommt im Laufe der Zeit immer mehr in Fahrt, und gegen Ende regen sich alle lauthals auf – alle außer Klaas. Der sitzt mit seinem Herri im Schaukelstuhl und sagt, wir sollten uns auch einen Schaukelstuhl besorgen, wäre viel besser für die Nerven. Und Nerven lassen wir. Man, was für ne Zitterpartie, nachdem der Anschlusstreffer fiel! Andreas gehen vor lauter Aufregung die Zigaretten aus und er muss sich eine von einer Marke gönnen, deren Genuss er vorher noch empört von sich wies. Endlich der Schlusspfiff, welche Erlösung! Alle bleiben sitzen und warten auf die Interviews, aber denkste! Schon in der Halbzeitpause ging es hauptsächlich um Schalke, und jetzt kam ganz viel Europa League, aber von Hannover kam fast nix mehr.

Geschafft, aber zufrieden ging man auseinander, gespannt, ob die drei Jungs in Poltawa mit ihrem Taxi rechtzeitig zum Rückflug in Kiew eintrudeln würden.

Die Nachbarn erzählten am nächsten Tag, die Wände hätten gewackelt. Außerdem war ihre digitale Übertragung offenbar 10 bis 20 Sekunden hinter unserer analogen, so dass wir ihnen wohl ein bisschen die Spannung versaut haben: sie konnten immer schon am Geräuschpegel der Nachbarwohnung erkennen, ob der Angriff erfolgreich verlaufen würde.

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