Eintracht Frankfurt – Hannover 96 3:1 (2:1) am 20.10.2012 um 15:30 Uhr

„Corinna, wie viel weißt du denn noch?“
„Hm, ich glaube, ganz große Lücken hab ich nicht.“
„Dann schreib du den Bericht.“

Ich versuche es mal und möchte mit einem Highlight beginnen: Wir haben in Koblenz in der Tat den Anschlusszug nach Mainz bekommen. Und das ist ja nun wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Verspätungen der REs, Rauchen, Bier Nachkaufen, wie das halt so ist. Mittlerweile sind wir die Strecke ja so oft gefahren, dass Rausgucken, Burgen-Bingo und Co auch nur noch mäßig spannend sind. Also lieber ordentlich Bier trinken. An dieser Stelle sei noch mal erwähnt: Wir haben soooooooo schöne Lieder. Und ausgerechnet der fieser Ohrwurm I follow hat mich tagelang verfolgt.
Ich bin auch ganz beruhigt, dass außer mir noch jemand den Limbo vom Macher der Deutschen Einheit, David Hasselhoff, kennt. Tanzen wollte den allerdings niemand. Das nächste Referat sollte meiner Meinung nach über Mickie Krause gehen, für die fantastische Inspiration zum großartigen Hit: Finger in Hals, Rheinland-Pfalz.

Vorm Stadion war es dann tatsächlich ganz entspannt, Sonne, mehr Bier, bisschen Äppelwoi … Wichtigste Aufgabe: die Fürstin gut abschirmen, mit 1,62 m bin ich für so was bestimmt prädestiniert, gut, dass der Präsi dabei war (hat übrigens mit einer Ausnahme gut geklappt). Im Stadion Herkel ‚hallo‘ gesagt, Plätzchen gesucht, Plätzchen gefunden – und dann ist das Spiel ja bekanntermaßen leider einfach so ausgefallen. Die Punkte wurde Frankfurt gutgeschrieben, das sollte man noch mal diskutieren.

Auf alle Fälle war es doof. Denn auch ganz ohne Fußball mussten wir bis 17:15 Uhr im Stadion ausharren, um dann von der Polizei ganz geschickt durch ein Waldgebiet zur Bahn geleitet zu werden. Toll: Gestrüpp, enge Wege, Frankfurter, eine einladende Kulisse. Letztlich sind wir aber wohlbehalten in Mainz angekommen. Die Frankfurter im Zug wissen jetzt, dass sie ohne Schiri einfach keine Chance haben, selbst dann nicht, wenn gar nicht gespielt wird. Singen wollten die Hessen übrigens auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht, dabei ist Singen doch so ein verbindendes Element. Und bestimmt haben die auch soooooooo schöne Lieder.

Die Rückfahrt insgesamt zog und zog und zog sich. Glückwunsch an dieser Stelle an Schmalbe, war ne gute Taktik. Vor allem, wenn man an das Klo bei uns im Zug zurückdenkt. Ein paar nette Ladys haben die männlichen Mitreisenden aber ganz gut bei Laune gehalten, als Gastgeschenk gab es ein paar Inliner. Warum eigentlich? Das weiß ich nicht mehr. Wenn hier jemand die kleine Lücke ergänzen könnte … Merci.

Dann kam Koblenz und alle waren wieder munter. In Koblenz gab‘s nämlich ziemlich lange Aufenthalt. Auch für die Mainzer auf dem Rückweg aus Leverkusen. Aus der Rhein-Zeitung: „Es kam ferner laut Mitteilung zu mehreren Körperverletzungs- und Beleidigungsdelikten. Randalierer warfen mit Flaschen. Bevor der Anschlusszug abfahren konnte, hatten die Fans zweimal die Notbremse gezogen, was zu weiteren Verzögerungen führte.“ Ende des Zitats. Asis. Gut, dass wir denen nicht bei der Klosuche oder ähnliche gleisfernen Aktivitäten in die Arme gelaufen sind. Soviel sei gesagt: Es gab auch keine Klatschpappen. Aber wir kennen einfach soooooooo schöne Lieder … In Köln schnell noch im Pegel den Schalkern gratuliert und nen Tequila im Umbruch getrunken. Und ab ins Bett. Schön war es – hoffentlich gibt es bei der nächsten Auswärtsfahrt auch wieder Fußball.

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