VfB Stuttgart – Hannover 96 4:2 (2:2) am 07.12.2013 um 15:30 Uhr

Auswärtssiege können so schön sein! Wie sich das im Ungefähren anfühlen kann, sollte ich erleben. Leider nur für einen kurzen Moment…
Doch zunächst zur Vorgeschichte. Als temporäre Außenstelle von 96 Kölsch in Karlsruhe war es natürlich ein Muss, ins benachbarte Schwabenland zu fahren um unsere Roten zu unterstützen. Also wurden zunächst einmal Freunde akquiriert, die zufällig in der Gegend wohnen. Um die Privatsphäre zu schützen, nenne ich sie an dieser Stelle mal Sascha und Martin.
Zunächst ging es mit dem Fernbus aus der Hauptstadt Badens in die schwäbische Provinz -Stuttgart.

So ein Fernbus ist eigentlich eine gute Alternative zur Bahn, warum machen wir das nicht öfter? Ich stelle es mir schon vor meinem geistigen Auge vor, 20 96-Kölsche singend im Bus. Hatten wir doch sogar schon mal?!

In Stuttgart angekommen ging es zunächst in die Wohnung von Sascha. Nach dem Genuss von einigen schwäbischen „Bierspezialitäten“ begaben wir uns mit der Straßenbahn (die in Stuttgart ein „U“ vor der Nummer trägt, obwohl sie gar nicht im Untergrund unterwegs ist – BLENDER!) in Richtung Neckarpark. Direkt nach Ankunft stand auch ein Empfangskomitee bereit, welches uns freundlich fragte, ob wir denn aus Hannover seien. Nun, da meine Eltern mir beigebracht haben nicht zu lügen antwortete ich freundlich aber bestimmt, dass wir im Moment eigentlich aus Karlsruhe kämen aber Hannover superspitze finden. Daraufhin erfolgte eine Art der Begrüßung, die ich bis dato nicht kannte: Einer der, doch stark jugendlich anmutenden, Gesellen griff in Richtung meiner primären Geschlechtsorgane… Man sollte meinen, man kennt sich aus, wenn man in Köln wohnt aber das ging selbst mir zu weit. Ich gab ihm daraufhin zu verstehen, dass ich diese Art der Begrüßung sehr unhöflich finde. Was er dann wohl auch verstand und sich wieder seiner eigentlichen Tätigkeit zuwandte. Also dem Versuch fies zu gucken und Neuankömmlinge zu „begrüßen“.

Am Stadion angekommen ging es zunächst in das dort ansässige „Palm-Beach“. Für diejenigen, die es nicht kennen, es gibt dort nicht wirklich viel Strand zu sehen, dafür aber viel Bier zu trinken.
Nachdem wir uns also einen Pegel angetrunken hatten, der einem Auswärtsspiel unserer Roten angemessen ist, ging es also ins Stadion. Jedoch nicht, ohne vorher einen Marathon rund um besagtes Rund laufen zu müssen. Eine sehr gut durchdachte Fantrennung.

Im Block angekommen, war ich zunächst verwirrt. Auch meine Begleiter, der eine Hamburger, der andere Stuttgarter, waren perplex. „Hattest du uns nicht Pyrotechnik versprochen?“ Hm, ich weiß auch nicht, eigentlich ist das mittlerweile doch Standard.
Ohne Feuer im Block ging es also los. Leider passte sich die Mannschaft der allgemeinen Gemütslage an und lies das Feuer ebenfalls missen. Nach dem 1:0 flackerte jedoch ein kleines Flämmchen auf. Missverständnis zwischen Schwaab und Ulreich, Sobiech… 1:1!!! Jawoll! Das kann ja doch noch was werden. Ich erinnerte mich an das letzte Jahr, wo wir an eben dieser Stelle bereits ein 2:0 in ein 2:4 drehen konnten. Das waren noch Zeiten, damals… Kurze Zeit später dann Freistoß Huszti. Ich sag noch zu Sascha, der am Telefon hing: „Guck hin, das wird n Tor!“ – Und zack… Sané – Tor – 1:2….
Und da war es wieder, das Gefühl, welches ich schon lange vermisse: Die Roten führen Auswärts!!! Sollte heute Saisongeschichte geschrieben werden und ich bin dabei? Und der Rest der 96-Kölschen nicht weil die Weihnachtsfeier wichtiger war? Ich male mir schon aus, wie ich gut gelaunt den Abend verbringen kann, bis….

Wir alle wissen wie der weitere Verlauf des Spiels war und deshalb mache ich es kurz: Es sollte mal wieder nicht sein….
Der Rest dieses Tages war dann auch eher wie immer… Ärgern und Aufregen, Bier trinken, nach Hause fahren und in sich auch ein bisschen ärgern, dass man nicht in Köln bei Charly ist…

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