SC Paderborn – Hannover 96 2:0 am 20.09.2014 um 15:30 Uhr

Lichterfest in Paderborn

Es ging gut los am Samstagmittag. Pünktlich trafen sich die wackeren Vertreter von 96 Kölsch, um einen weiteren Siegeszug nach Paderborn anzutreten. Nur leider, der Siegeszug kam nicht. 70 Minuten Verspätung meldete die müde Anzeige am Bahnsteig. Doch nicht verzagen, Gereon fragen. Dieser hatte schon einen Alternativbummelzug ausgesucht, der uns mit etwas Glück pünktlich in die neue Bundesligastadt bringen sollte. So blieben noch einige Minuten im schönen Kölner Bahnhof, um sich Currywurst und neuen Gerstensaft zu besorgen.
Nach anfangs ruhigem Fahrwasser wurden die Hannoveraner Premium-Fans in der schönen Eurobahn immer lauter, auch Klassiker schallten durch den Zug. Ein zugestiegener Fahrgast aus Lippstadt kannte erstaunlicherweise das Gina Wild-Lied und sang kräftig mit, was Andreas schnell erklären konnte, da er einen vermeintlichen Kontakt zu dem Edel-Fanclub “96 Lippen” aufweist. Ansonsten holperten wir munter Ostwestfalen entgegen.

Im adretten Paderborn angekommen, mussten wir den richtigen Bus zum Stadion finden, schließlich war es schon 15:10 Uhr. Zum Glück hatten wir mit Step einen kundigen Ostwestfalenführer vor Ort, der den gesamten Busfahrplan auswendig kannte. Zügig eingestiegen rasten wir mit dem Omnibus Richtung Spielstätte. Allerdings war es nicht einfach, das Stadion zu erkennen, da neben diesem eine Art bunte Playmobil-Arena steht, die selbst von Fachkundigen zuerst für das Stadion gehalten wurde. Trotzdem trauten wir uns mit knapp 15.000 Hartgesottenen in den kleinen grauen Kasten. Ein Blick durch das Stadion verriet die Unerfahrenheit der Gastgeber, waren die Tribünen doch doppelt so hoch wie die Zuschauermenge.
Von dem Spiel gibt es nichts zu berichten. Gerüchte besagen, dass die Partie wohl gar nicht durchgeführt wurde. Die mitgereisten Hannoveraner sahen jedenfalls kein Tor, keine motivierten Spieler und keine Strafraumszenen; dafür war die Saison wohl noch zu jung. Das angekündigte Lichterfest im Stadion fand ebenfalls nicht statt.
Anschließend machte sich die Meute auf den Weg in die Innenstadt, dort wurde in Bahnhofsnähe ein gepflegter Biergarten an einer wenig belebten Hauptstraße aufgesucht. Neben reichlich Bier, Pommes und Sonne präsentierte sich auch ein kleiner Mob Halbstarker, die etwas rumpöbelten und auf die Ansprache einer Missgeburt warteten. Da unseren kölschen Helden eher nach gemütlichem Hopfengenuss zumute war, hielten sie sich bewundernswert zurück. Keine Keilerei, keine Spuckattacke konnte sie locken. Aber auch die berühmten Paderborner Lichter wurden nicht gesehen, obwohl die Dämmerung Einzug gehalten hatte.
So begab man sich erneut zum Bahnhof, um sich aufzuteilen und in die beiden Richtungen Köln und Hannover zu fahren. Die kleinere Truppe bestieg den Sonderzug nach Hannover, dieser rumpelte in die niedersächsische Nacht. Erfreulicherweise wurde schnell Anschluss an andere Fangruppen gefunden, diverse Schnapsrunden waren die Konsequenz. Letztlich wurde es immer nebulöser und am Ende des Tages war es endlich soweit. Nicht im hektischen Hannover, sondern im beschaulichen Sarstedt wurde man fündig und erlebte ein farbenfrohes Lichterfest mit Wein, Weib und Gesang im hiesigen Freibad.
96 KÖLSCH war dabei.

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