Hannover 96 – Fortuna Düsseldorf 0:1 (0:0) am 22.12.2018 um 15:30 Uhr

Lange war es hier ruhig. Woran hat es jelejen? Ja, gut hinterher fragt man sich dann immer, woran es jelejen hat… Die Laune ist im Keller. Die Situation rund um den ruhmreichen Hannoverschen SV ist auch an 96 KÖLSCH nicht spurlos vorbeigegagen. Die Motivation, die Spiele im Stadion zu verfolgen, Zeit aufzuwenden, hunderte Kilometer hinter sich zu bringen, all das ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Woran das liegt, kann sich jeder selbst ausmalen.

Gegen 10:00 Uhr machte ich mich am Spieltag an den Einkauf, um meine spätern Gäste mit Suppe, Bier und Gin Tonic zu beköstigen. Schließlich gab es den Umzug in die schönste Stadt der Welt noch zu begießen.

Hexenkessel. Ausverkauft.

Ob das, das Topspiel oder das bevorstehende Weihnachtsfest der Hauptgrund für die Anreisen gewesen ist, weiß man nicht, aber immerhin haben es an diesem vorweihnachtlichen Samstag dann doch eininge Ver(w)irrte ins Niedersachsenstadion geschafft. Ehe ich als Neu-Hannoveraner Fricke am Hbf. abholte, lief ich erst einmal in die Arme der Hunderschaft, die unsere Gäste aus Düsseldorf am Gleis (ein)kesselten. Also schnell wieder die Treppe runter, mir die geschmackvollen “Scheiß Hannover, Scheiß Hannover” Gesänge angehören und zwei Herri in der Drogerie meines Vertrauens gekauft. Danke Dirk R. Bei herrlichem Fritz-Walter-Wetter ging es dann ins Media-Loft von Sultans Eltern.

Hier leuteten Fricke, Daniel, Sultan und ich das Wochenende ein. Es wurden topaktuelle Spielvideos der Eisenacher Legendentruppe auf Großleinwand gezeigt, Sultan lieferte Kaltgetränke und mit “You more than you know” war auch Buschi irgendwie mit dabei. Wir hoffen bis heute, dass wir ihn irgendwann wiedersehen. Gruß nach Saudi-Arabien. Die letzten Biere wurden geleert und man überlegte noch kurz, ob man nicht lieber hier in der VIP-Lounge bleiben sollte, aber es hilft ja nix. Also auf ins Stadion. Schnell wurden die Stadionkarten aufgeladen und diverse Runden Biere vernichtet. Von den Außeinandersetzungen vor dem Spiel bekamen wir oben in N 17 nicht viel mit. Lediglich eine Hunderschaft rannte hektisch über den Stadionvorplatz. Zum Spiel selber lässt sich nur wenig bis gar nichts sagen. Erschreckende Vorstellung ohne Kampf, Leidenschaft und Torchancen. Es fehlte an allem. Das wird geprüft werden müssen. Vollumfänglich. Oder ein neuer Scout muss her, oder ein neuer Fahrer, oder oder, oder… Das einzig Positive an diesem Tag war der Erwerb schöner, neuer Wintermützen und des Kurvenkalenders.

Im Anschluss an den Grottenkick folgte dann der gemütlichere Teil und die neue Wohnung konnte bei Bier und Gesang eingeweiht werden. Schön auch, dass es Majo noch geschafft hat. Und das die Reisegruppe Antifa auch pünktlich zum Essen eintrudelte und sich mit einem dreifachen “Fußballclub Magdeburg” bedankte. Danke auch an meine Nachbarn für das Rufen der Staatsmacht um 22:01 Uhr. Denn keine zehn Minuten später standen zwei Beamten vor meiner Tür. Suppe wollten sie nicht, sagten aber: “So laut ist es nicht, aber jemand hat sich beschwert, da müssen mir anrücken.” Dieser Tag war mal wieder der Beweis, dass es fußballtechnisch nicht mehr bergaben, sondern nur noch aufwärts gehen kann und ein Tag mit den richtigen Leuten, aber immer noch ein kleines Highlight sein kann.

Es ist noch Suppe da…

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