FC St. Pauli (9.) – Wuppertaler SV Borussia (13.) 1:1 am 03.12.2004

Eine Reise von Köln ins 400 Kilometer entfernte Hamburg lohnt sich, wenn man alte Bekannte besucht. Neben den Egestorfern Icke und Fatmir waren das am ersten Dezemberwochenende 2004 die Ex-Hannoveraner Michel Mazingu-Dinzey, Robert Palicuka und Morad Bounoua.

Die drei kicken in der Regionalliga für den FC St. Pauli und mussten am Freitag Abend ab 19.30 Uhr gegen den Tabellennachbarn aus Wuppertal antreten. Zusammen mit dem “96 Kölsch”-Sympathisanten Gabor K. betrat ich für 5€ Eintrittsgeld mit 14.810 anderen Zuschauern das Stadion. Zunächst standen wir ganz hinten, bahnten uns dann jedoch den Weg nach vorn an den Zaun. Das Spiel war zu Beginn recht chancenreich, weil vor allem die Abwehr der Wuppertaler den Hamburgern einige Bälle auflegte. Es bedurfte allerdings einer Standardsituation in der 15.Spielminute, um das Publikum in grenzenlosen Jubel ausbrechen zu lassen: Nach Freistoß von Mazingu-Dinzey  konnte der Wuppertaler Keeper den Ball nicht festhalten und Robert Palikuca markierte in der 15.Minute das 1:0. Nach der 96-Veteranen Co-Produktion gabs Leerlauf. Man gut, dass zum Ende des Jahres der “Dom” in St.Pauli steht, so dass der Blick immer wieder zum leuchtenden Riesenrad schwenken konnte.

Bis zur Halbzeit passierte nicht viel. In der Halbzeit feierte man dann eine Band aus England, die Mitglied beim FC St.Pauli von 1910 ist und durch ein Konzert in Birmingham 2900 € Spendengeld zugunsten des Lieblingsvereins eingespielt hatten.

Nach der Pause fiel das Niveau weiter wie die Temperatur unserer Füße. Die St.Pauli-Fans konnten sich nicht zu gemeinsamen Anfeuerungsrufen zusammenfinden und nur vereinzelt brüllten ein paar alkoholisierte gemeinsam “Saaankt Pauliii”. Naja, da hatten wir mehr erwartet.

Stimmung kam erst auf als die Wup-Wup-Wuppertaler Rauchbomben auf das Spielfeld warfen und daraufhin die Polizei den Fanblock stürmte. Gemeinsam mit den behelmten Schlagstockträgern konnten die SV Borussen dann das 1:1 durch den eingewechselten Oliver Ebersbach in der 77.Minute feiern. In der Folgezeit durften die St.Pauli-Kicker einige Male allein vor dem WSV Borussia-Torwart auftauchen, aber sowohl der eingewechselte, hüftsteife Agu als auch Mazingu-Dinzey konnten nicht einnetzen.

Der Besuch auf dem Heiligengeistfeld war definitiv ein Erlebnis. Leider wird St.Pauli auch nächste Saison noch in der Regionalliga spielen, weil die Mannschaft einfach nicht spielstark genug ist, um noch in den Kampf um den Aufstieg eingreifen zu können. Aber wenn sich ein Besuch des Nodderbys HSV – HSV 1896 mit einem Besuch am Millerntor verbinden lässt, bin ich wieder dabei.

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