Schalke 04 – Hannover 96 2:0 (2:1) am 21.10.2006

n freudiger Erwartung reisten die 96 Kölschen aus Hannover und Köln an, um dann wieder einmal enttäuscht die Heimreise antreten zu müssen.

Der kicker sah das Spiel so:

Die “Königsblauen” bleiben Spitzenreiter Werder Bremen auf den Fersen. 45 starke Minuten genügten den Schalkern, um sich gegen Hannover durchzusetzen, das erst in der zweiten Hälfte aufwachte. Allerdings taten die Niedersachsen nach dem Anschlusstreffer zu wenig, um noch einen Punkt aus der Veltins-Arena zu entführen. Am Ende musste Trainer Dieter Hecking seine erste Niederlage als 96-Coach quittieren.

Im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Hamburg musste Schalke auf Bordon (Grippe) verzichten. Eine Bewährungschance in der Innenverteidigung erhielt der 21-jährige Tim Hoogland.

Weiterhin ungeschlagen mit dem neuen Trainer blieb Hannover gegen Frankfurt ( 1:1 ). Zwei Änderungen nahm Dieter Hecking vor: Brdaric fiel mit Muskelfaserriss aus, dafür rückte Stajner auf die rechte Außenbahn und Vinicius ins Mittelfeld. Fahrenhorst spielte in der Innenverteidigung. Bruggink musste für Rosenthal weichen.

Die Anfangsviertelstunde in der Veltins-Arena verlief arm an Höhepunkten. Schalke erarbeitete sich ein leichtes Übergewicht, ohne echte Torgefahr auszustrahlen. Dass die Gelsenkirchener in der 18. Minute dennoch die Führung erzielten, hatten sie zum einen Bajramovic, zum anderen einer schwachen Hannoveraner Hintermannschaft zuu verdanken. Nach einem verunglückten Freistoß von Lincoln gelangte das Leder zu dem Bosnier, der den jungen Rosenthal alt aussehen ließ. Auch Keeper Enke machte bei dessen Schuss mit dem Außenrist keine gute Figur, ließ die Torwartecke zu weit offen.

Von Hannover kam keine Reaktion nach dem Rückstand – und so stürmte Schalke munter weiter. Belohnt wurden die Gastgeber in der 27. Minute. Die Vorbereitung für Kobiashvilis Treffer war im wahrsten Sinne des Wortes “brasilianisch”. Der in Rio geborene Kuranyi verlängerte einen Einwurf mit der Hacke auf Lincoln. Der Schalker Regisseur leitete das Leder ebenfalls mit dem Absatz auf den Georgier weiter, der aus kurzer Distanz seinen ersten Saisontreffer erzielte.

Auch in der Folgezeit blieb die Slomka-Truppe spielbestimmend. Die 96er wirkten verunsichert und fanden überhaupt keine spielerische Linie. Der junge Rosenthal blieb farb- und wirkungslos, genauso wie die gesamte Offensivabteilung. Auch die Verteidigung der Niedersachsen gab keine gute Figur ab, wirkte löchrig und unsortiert.

So spielte sich das Geschehen meist in der Hälfte der Gäste ab. Die Gelsenkirchener ließen es aber mit der klaren Führung im Rücken etwas gemächlicher angehen, so dass weitere Höhepunkte bis zur Pause aus blieben. Die Hannoveraner schafften es im ersten Spielabschnitt nicht, Schalkes Keeper Rost auch nur einmal zu testen.

Trainer Dieter Hecking reagierte zur Pause, wechselte Yankov für Balitsch ein. Hannover erwischte einen guten Start in die zweite Hälfte, wirkte engagierter und auch risikofreudiger. Belohnt wurden die Gäste in der 52. Minute: Hashemian legte das Leder per Kopf ab an die Strafraumgrenze. Dort stand Rosenthal, der den Ball mit der Brust annahm und anschließend per Dropkick im linken oberen Eck versenkte. Auch dieser Treffer hatte das Prädikat “absolut sehenswert”.

Mit dem Anschlusstreffer nahm das Niveau der Partie ab. Beide Torhüter blieben über weite Strecken der zweiten Hälfte beschäftigungslos. Hannover erspielte sich eine leichte Feldüberlegenheit, nicht zuletzt, da Schalke sich auf der Führung ausruhte. In der 62. Minute hätte Kuranyi nach einer kurzen Ecke dennoch den Sack zumachen können, brachte aber das Kunststück fertig, ungedeckt aus fünf Metern das Tor per Kopf zu verfehlen.

Die Hannoveraner zeigten nicht mehr das nötige Engagement, noch den Ausgleich zu erzielen. Schalke rettete das Ergebnis über die Zeit, ohne dabei zu glänzen. Am Ende war’s ein Arbeitssieg für die “Königsblauen”.

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