Hamburger SV – Hannover 96 0:0 (0:0) am 16.04.2011 um 15:30 Uhr

Neunmal Hamburch, hin und zurück, bidde! Unterkunft: gerne freundschaftlich/familiär; Sightseeing: die Hamburger Fußballarena (wie heißt’n die zur Zeit eigentlich ?), n´ büschen Reeperbahn und dann natürlich das Topspiel der Oberliga Hamburg Sankt Pauli II gegen Niendorfer TSV. Geht das kloar? Auch mit weiteren Kumpels?? Jawohl, die Jahresfahrt stand an, meine Damen und Herren! Fast pünktlich ging’s am Freitagmittag am Bf Ehrenfeld los – in einem geräumigen Fahrzeug, das René zum einen besorgt hatte, und zum anderen auch daselbst lenkte. Ein vielleicht ungewöhnliche Tätigkeit für eine Fürstin, aber alle Mitreisenden waren voll des unausgesprochenen Lobes ob seines Könnens, dieses Gefährt längst der Republik zu kutschieren!

Bis Dortmund stauten wir uns so dahin, dann konnte aber der Fahrer zeigen, wie viele Pferde unter der Haube schlummern. Während wir gen Norden glitten, genossen wir die Musikzusammenstellung, die DJ „Die goldene Stimme aus Hannover“ Klaas zusammengestellt hatte: „Fußball & Dosenbier“ von Lotto King Karl wusste zu gefallen. Andere Lieder wiederum, wie etwa ein französischer Grand-Prix-Beitrag oder eine Hymne über eine Prachtstrasse in Paris wurden fremdsprachlich dargeboten. Dass auch die Vorteile eines Kölner Stadtteils lauthals angepriesen wurden, versteht sich von selbst… Vom Ba-Ba-Banküberfall wurde abgesehen und stattdessen eine Melodie von Herbert G. umgetextet: Mambo ? „HAAAAA – nnover 96, Hannover 96…”

Gemütlich in der Sonne vor seinem Haus sitzend erwartete uns Jan und er begrüßte uns herzlich. Man merkte, wie sehr er sich auf dieses Wochenende gefreut hat. Seine Freundin schaute noch kurz, wer denn da in den nächsten Tagen die Wohnung verwüsten wird, um dann nach Kiel zu entschwinden.Nach dem großzügigen Verteilen der Schlafutensilien im Wohnzimmer und einem Begrüßungstrunk gab es „ein paar Stunden Sandstrand“ an der Elbe. Auf dem Weg dorthin und auch später zeigte Jan, welche Fremdenführerqualitäten in ihm stecken. Er hatte für uns ein „Rundum-Sorglos-Paket“ geschnürt, das auch eine Schifftour von Othmarschen zu den Landungsbrücken vorsah. Toni Maccheroni, weit über die Landesgrenzen bekannter 96-Sterne Koch sizilianischer Provenienz, bewirtete uns freundlich, wohl auch weil wir in dezenter Lautstärke den einen oder anderen Gassenhauer präsentierten. Den Gutschein, eine Nacht mit seiner Mutter zu verbringen, hat sich René dann eingesteckt…

Wir zogen weiter, zunächst in eine Bar.. Rosi.. oder so ähnlich, dann ..Barbara.. oder so ähnlich. Der uneingeweihte mag hier Vermutungen in sich tragen, aber es sei hier ausdrücklich vermerkt, dass neben Manu auch Mirkos leicht angeschlagene Freundin (Manu begrüßte sie euphorisch, mit Blick auf die Fürstin: „Dann sind wir ja jetzt zu dritt!!“…) und später auch Corinna mit Schulfreundin mit uns feierten. Es kam, wie es kommen musste, irgendwann hatten selbst wir genug Bier intus, sodass wir uns von einem ortskundigen Fahrer zu Jans Wohnung chauffieren ließen. Der Morgen kam früh. Sehr bis zu früh sogar, zumindest für einige. 10 Uhr war Weckzeit angesagt, denn wir wollten um 13 Uhr in Altona sein. Jan sorgte dafür, dass wir alle ein reichhaltiges Frühstück zu uns nehmen konnten. Er bewirtete uns königlich! Nachdem Gazza angekommen war, schlenderten wir gestärkt durch die Othmarscher Hauptstrasse, DIE Flaniermeile Hamburgs, zum HBF Altona, um von dort aus zusammen mit Corinna nach Stellingen zu fahren. Was für eine Fahrt: das Hamburger Stadion liegt fast so dezentral wie die Arena in Rheydt… Und auch hier ein Bus, der die Fans zum Stadion verfrachtet. Übrigens: sehr entspannte „Hamburg – Hannover – bis in den Tod“-Atmosphäre ums und im Stadion! So soll es sein!!Das Bundesligaspiel Hamburg 87 gegen Hannover 96 endete torlos. Und, um es mit einer sms aus MS zu sagen: Da war mehr drin! Wie dem auch sei: Das großartige Europapokallied, das ursprünglich auf einer italienischen Melodie basierend für den KSC geschrieben wurde und durch helle Köpfe aus der schönsten Stadt der Welt Textvariationen erhalten hatte, wurde ein ums andere Mal intoniert. Und das nicht nur während des Spiels ! Einen guten Eindruck gewinnt man durch das Video, das von 96 Kölsch zur Betrachtung bei einem bekannten sozialen Netzwerk hochgeladen wurde. Obwohl…Gazza singt ja gar nicht!! Und, bisher unbestätigten Quellen lassen verlauten, Jan habe sich als Turnvater Jan gezeigt…(?)

Der harte Kern! Pflanzt man ihn ein, wächst ein Baum. Und vielleicht wird auch das Singen des harten Kerns von 96 Kölsch einst Früchte tragen. Während des Spiels brachten wir immer wieder „HAAAAA-nnover 96, Hannover 96…“ zu Gehör. Mag es an Repertoire-Kenntnissen zu Herbert G. gelegen haben oder an der Präsenz des Hannoverschen Loona-Fanclubs (die Gesangsformation Loona sang Mambo ja als Mamboleo nach, aber wem sag ich das…), auf jeden Fall zog das Lied mit dem neuen Text immer weitere Kreise, innerhalb des Block 14A ……und innerhalb einer gemütlichen Kneipe in der Nähe des Hans-Albers-Platzes, in der sich 96 Kölsch nach dem Spiel versammelte und viele neue Freundschaften fürs Leben schloss. Britische Trinker verbrüderten sich mit Trinkern aus Hannover und aus Hamburg zu einer flotten Weise des Herbert G., was es kann da noch schöneres geben? Richtig, Bekanntschaft machen mit 96-Fans aus Ost-Belgien!! Die Kneipe (es war wohl ein sog. Irish Pub) war der richtige Ort um zu feiern: live dargebotener Gesang, Lieder, die den gewissen „Mitgröhl-Faktor haben“, ich sage nur „Country Roads“, und ein Sänger, der sich in den Pausen auch durch angestimmtes „HAAAAA-nnover 96 Hannover 96…“ nicht beirren ließ. Hannes gab alles (immerhin bestieg er keine Tische!), sackte dann kurzfristig vor dem Lokal zusammen, um sich dann mit koffeinhaltigen Getränken wieder nach vorne zu arbeiten. Jan gab auch alles, er verschwand aber als erster wankend in die Nacht….

… um am nächsten Morgen als taufrischer Herbergsvater seine Gäste zu einem wiederum reichhaltigen Frühstück zu animieren. Es war nicht leicht für ihn, denn der Morgen kam früh, sehr bis zu früh sogar, zumindest für einige… (s.o.) Im Laufe des Sonntags wurde bekannt, dass während der Nacht geschnarcht wurde (also, ICH hab nix gehört…), und dass René am frühen Morgen fiese Ausdünstungen ablässt. Entsprechende Kritik konterte er mit dem schön formulierten Satz: „Neben Dir aufzuwachen is ja nun auch kein Geschenk!“ Das Geschenk folgte am frühen Nachmittags des 17. April. Das Topspiel der Oberliga Hamburg stand auf dem Programm: Sankt Pauli II gegen Niendorfer TSV. Manu-„knallhart- nachrecherchiert“-Schlämmer hat in Erfahrung bringen können, dass die Arena vom SC Union von 1903 eigentlich Rudi-Barth-Sportplatz heißt. Dort, vor zahlenden 417 Zuschauern (offizielle Angabe von Emnid-Hannes) und vielen nichtzahlenden Kleinkindern, gab es eine torreiche Begegnung (4:0), schmackhafte Bratwürste und leckeres Bier. An der Wärmkraft der Sonne möge dort aber noch gearbeitet werden, denn der Wind frischte doch fies auf…Rückfahrt? Ja! Und sonst ? Wegen den Pillendrehern ist 96 wieder Vierter der Tabelle, René stimmte mit seinen Eiern auf’s kommende Osterfest ein, vieles konnte nicht mehr erinnert werden (wg Alkohol und unterschiedlichen Schlafplätzen) und die nächste Jahresfahrt geht nach Augsburg (wenn’s nach Klaas geht)…

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