FC Anker Wismar – Hannover 96 0:6 (0:4) am 31.07.2011 um 14:30 Uhr

Die erste Pokalrunde sah für die mittlerweile klare Nummer 1 im Norden in den letzten zwei Jahren eher mau aus. Einer peinlichen Niederlage bei Eintracht Trier folgte ein noch peinlicherer Auftritt gegen den “Pokalschreck” aus Elversberg. Eine Macht im Saarland. Die Losfee, namentlich Celia Okoyino da Mbabi, einfach falls so schön ist, brachte de n 96ern wieder einen kleinen Gegner, bei dem man sich (fast) nur blamieren kann. Man musste zum großen FC Anker aus Wismar reisen, der das Spiel jedoch kurzerhand nach Lübeck verlegte. So kam es, dass sich an diesem doch eher tristen Sonntag ein kleiner Haufen 96 KÖLSCHer Jungs auf dem Weg machte… Sonntag 7:31 Uhr. Shit, verpennt. Nachdem ich realisiert hatte, dass ich mich eigentlich vor genau 31 Minuten mit Daniel treffen wollte, stellte ich bedauerlicherweise fest, dass unser Zug ja auch in 39 Minuten abfährt. Schnell die Buchse an. Schal und “Kutte” greifen und zur Bahn joggen. Scheiße! Es ist Sonntag. Fährt nix. Was macht man nun?

Ich entschied mich meinen Mitbewohner zu wecken und mich zum Bahnhof bringen zu lassen… Wenig Verkehr, aber so richtig wach, war ich immernoch nicht, als ich um Punkt 8:00 Uhr am Bahnsteig stand. Schnell entdeckte ich Reiseleiter Gereon. Wie immer bestens präpariert und die Fahrt bis ins kleinste Detail akribisch geplant. Wenig später trafen auch Daniel und Step ein und die Reisegruppe war komplett. Als der Zug den Kölner Hauptbahnhof verlassen hatte, zückte Step gekonnt ein kaltes Herri, was ich dankend annahm. Daniel nuckelte fleißig an seiner Wasserflasche, um den Nachdurst zu stillen und Gereon verbreitete wenige Haltenstellen später einen “leichten” Geruch diverser Käsesorten im ganzen Zugabteil, welche aber fantastisch schmeckten.

Es war eher eine gemütliche, sonntagliche Zugfahrt quer durch Norddeutschland bis nach Lübeck. Step sorgte für die multimediale Unterhaltung, während Daniel noch auf das gulte Printmedium, die Bild am Sonntag, setzte. In Hamburg angekommen, begrüßten wir den ersten Neuzugang. Philipp sorgte für frischen Aufwind, war stets anspielbereit und sorgte für die nötige Agilität als das Pressing des Zugschaffners anstand. Grandios auch seine Aktion, sieben Minuten nach seiner Einwechslung, als er, wie ein alter Hase, in seiner ganzen Routine beherzt in die Tasche griff und einige gut gekühlte Astra zum Vorschein brachte. Ein paar Schlücke und ein paar Bissen Käsehäppchen weiter erreichen wir den Lübecker Bahnhof. Die Suche nach einem geeignetem Schließfach blieb leider erfolglos, sodass man sich auf dem Weg gen Stadion machte. Das Wetter hätte nordischer nicht sein können. Kalt, nass und ein leichter Regen.

Orientierungslos stand man nun vor dem Lübecker Bahnhof und suchte die richtige Himmelsrichtung. Ob wir den richtigen Weg gefunden hätten, wäre nicht der Onkel Karim Hagguis auf uns zugekommen und hätte uns nicht die richtige Strecke erklärt, ist fraglich. Nach einem halbstündigen Fußmarsch erreichten wir das, hinter einem Baumarkt gelegene Lübecker Stadion, die Lohmühle. Nachdem man auch Axel und Maja ausfindig machte, verstaute man schnell die Wertsachen im Auto und betrat das Stadion im Gästebereich. Zum Erstaunen aller, war der gebuchte Block F bereits voll und man musste einen Block weiter wandeln, in welchem deutlich weniger Stimmung herrschte. Schnell noch die Zauhnfahne unter freundlicher Mithilfe des ARD Sportschaupersonals platziert und frisches Bier besorgt, ehe es auch schon losging. Eines Vorweg: Es kam wenig Spannung auf und die Hannoveraner spielten schnell ihre Klasse aus. Moa, Stindl und Stoppelkamp hießen an diesem Tag die Doppeltorschützen. Pinto setzte noch einen Elfmeter, in den mitterweile sonnigen Lübecker Nachmittagshimmel.

Es ist beachtenswert wie professionell die Elf von Mirko Slomka in diesen Tagen agiert, wenn man an die vergangenen Pokalspiele denkt…

So wurde an diesem Sonntag der souveräne Einzug in die zweite Pokalrunde gefeiert, in der am 26.10. der 1. FSV Mainz im Niedersachsenstadion gastiert.

Nach Abpfiff öffnete dann auch der VIP-Bereich für einige Zuschauer seine Pforten, sodass man sich auch dort mit ein paar Käsehäppchen stärkte und den direkten Weg zur Pressekonferenz suchte, welcher uns allerdings direkt zum Mannschaftsbus lotste. So entstanden noch ein paar nette Fotos und man konnte die Heimreise antreten. Dem Rückmarsch zum Bahnhof fügte Reiseleiter Gereon noch eine Alternativroute durch die Altstadt hinzu. Wenig später saßen jedoch alle im Regionalzug nach Hamburg. Dort angekommen, stärkten sich noch einmals alle, versorgten sich und die elendig lange Rückfahrt vom Hamburg nach Köln nahm ihren Lauf.

So legten man diesem Tage knapp 1000 km zurück und war ca. 16 Stunden unterwegs…
Kaputt und müde erreichte man den Kölner Bahnhof um 23:55 Uhr. Auf direktem Wege ging es dann für alle Beteiligten nach Hause und ins Bett.

Schließlich war ja Sonntag.

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